Donnerstag,
11.03.2010
 
Gräber  
Das Grabmal des Stadtgründers Markgraf Karl Wilhelm


Am 12. Mai 1738 verstarb der Markgraf Karl Wilhelm infolge eines Schlaganfalls. Er hatte angeordnet, dass sein Leichnam nicht in der fürstlichen Familiengruft in Pforzheim beigesetzt wird, sondern hatte die Gruft unter der Konkordienkirche der von ihm gegründeten Residenzstadt zu seiner letzten Ruhestätte bestimmt, um der Stadt so auch im Tode noch ein Zeichen der Zuneigung zu geben.
Als die Kirche der Stadterweiterung weichen musste, blieb der Sarg mit den sterblichen Überresten des Stadtgründers an der Stelle, wo er im Jahre 1783 bestattet wurde. Auf der Suche nach einer einstweiligen Schutzvorrichtung für die Grabstätte entschied man sich für einen hölzernen Überbau in der Form einer Pyramide. Da die Stadtoberen an dieser Gestaltung Gefallen hatten, nahm man die Form der provisorischen Schutzvorrichtung auf und errichtete 1822 und 1823 nach den Plänen Friedrich Weinbrenners an Stelle der Holzpyramide eine 6,5 Meter hohe Pyramide aus Rotsandstein.
Im Inneren der Pyramide befindet sich ein Altar und darüber ein Kreuz, davor der steinerne Sarkophag, neben diesem zu beiden Seiten ein Postament mit einer Blumenvase.
Im September nahm eine kleine Gruppe, darunter der Karlsruher Oberbürgermeister Gerhard Seiler, sein Nachfolger Heinz Fenrich und Prinz Bernhard von Baden das Innere der Pyramide in Augeschein. Die Ergebnisse dieser Besichtigung fanden ihren Niederschlag in dem maßstabgerecht gebauten Modell, das im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais auch einen Blick in das Innere der Pyramide erlaubt.



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