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Am 12. Mai 1738 verstarb der Markgraf Karl Wilhelm infolge
eines Schlaganfalls. Er hatte angeordnet, dass sein Leichnam
nicht in der fürstlichen Familiengruft in Pforzheim beigesetzt
wird, sondern hatte die Gruft unter der Konkordienkirche der
von ihm gegründeten Residenzstadt zu seiner letzten Ruhestätte
bestimmt, um der Stadt so auch im Tode noch ein Zeichen der
Zuneigung zu geben.
Als die Kirche der Stadterweiterung weichen musste, blieb
der Sarg mit den sterblichen Überresten des Stadtgründers
an der Stelle, wo er im Jahre 1783 bestattet wurde. Auf der
Suche nach einer einstweiligen Schutzvorrichtung für
die Grabstätte entschied man sich für einen hölzernen
Überbau in der Form einer Pyramide. Da die Stadtoberen
an dieser Gestaltung Gefallen hatten, nahm man die Form der
provisorischen Schutzvorrichtung auf und errichtete 1822 und
1823 nach den Plänen Friedrich Weinbrenners an Stelle
der Holzpyramide eine 6,5 Meter hohe Pyramide aus Rotsandstein.
Im Inneren der Pyramide befindet sich ein Altar und darüber
ein Kreuz, davor der steinerne Sarkophag, neben diesem zu
beiden Seiten ein Postament mit einer Blumenvase.
Im September nahm eine kleine Gruppe, darunter der Karlsruher
Oberbürgermeister Gerhard Seiler, sein Nachfolger Heinz
Fenrich und Prinz Bernhard von Baden das Innere der Pyramide
in Augeschein. Die Ergebnisse dieser Besichtigung fanden ihren
Niederschlag in dem maßstabgerecht gebauten Modell,
das im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais auch einen Blick in
das Innere der Pyramide erlaubt.
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