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Auf Anordnung des Großherzogs Friedrich I. wurde im
Fasanengarten, nahe dem Klosterweg, in den Jahren 1889 bis
1896 eine Grabkapelle für das badische Fürstenhaus
in neugotischem Stil erbaut.
Besonders erwähnenswert sind in der Kapelle zwei prachtvolle
Grabmäler aus weißem Carrara-Marmor mit lebensgroßen
Figuren von Großherzog Friedrich I., seiner Gemahlin
Luise und ihrem Sohn Prinz Ludwig Wilhelm. Professor Hermann
Volz schuf diese Kunstwerke so täuschend ähnlich,
dass man glaubt Lebende vor sich zu haben.
Breite Treppenstufen führen in die von Säulen getragene
Gruft hinab. Dort ruhen in 17 Eichensärgen, die jeweils
zwei weitere Särge aus Zink, Blei und Holz enthalten,
Großherzöge und Großherzoginnen, Markgrafen
und Markgräfinnen, Prinzen und Prinzessinnen.
In Zinkkapseln am Kopf einiger Särge ruhen die Herzen
der Beigesetzten. Über 300 Kranzschleifen erinnern an
die Beileidsbezeugungen von Monarchien und Republiken, Kaisern,
Königen, Fürsten, Landesregierungen, Parteien, Innungen,
Kirchen, Soldatenbünden und Studentenschaften.
Die großherzögliche Grabkapelle befindet sich im
Eigentum des Landes Baden-Württemberg und kann bei öffentlichen
Führungen besichtigt werden.
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