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Eine kleine Odyssee hat die letzte Ruhestätte des Geheimrats
Christian Dieterich Stadelmann (1673-1740) hinter sich, die
sich heute von Büschen verdeckt an der östlichen
Außenseite der Kapelle auf dem Hauptfriedhof befindet;
es ist das älteste Grabmal auf dem Friedhof.
1740 nach dem Tod Stadelmanns, wurde er zunächst auf
dem südlich der Konkordienkirche gelegenen lutherischen
Friedhof beerdigt und sein Grab mit dem noch erhaltenen Grabmal
geschmückt. Die sterblichen Überreste Stadelmanns
wurden 1809 samt Grabmal auf den Friedhof am Lohfeld (Kapellenstraße).
Als dieser Friedhof aufgelöst wurde, verbrschte man die
Gebeine und das Grabmal im April 1890 auf den Hauptfriedhof
an den jetzigen Ruheplatz.
So interessant wie die Geschichte des Grabmals ist auch die
Lebensgeschichte Stadelmanns, die auf der barocken Grabplatte
festgehalten ist.
Geheimrat Stadelmann hatte sich 1719 gegen jede freie Religionsausübung
der Katholiken ausgesprochen, "weil dann der Fürst
für seine katholischen Unterthanen und deren Klerisei,
die ja einen eigenen Herrn hätten, nicht der Herr in
seinem eigenen Land sein würde."
Schon zu Lebzeiten hatte Stadelmann eine Stiftung mit der
Auflage gegründet, Schul- und Kirchenbücher für
arme Kinder anzuschaffen und sein Grabmal zu unterhalten.
1963 besaß diese Stiftung noch ein Restkapital von 839,33
DM, welches in Anbetracht der inzwischen eingeführten
Lehrmittelfreiheit im Sinne des Verstorbenen zur Renovierung
seines Grabdenkmals verwendet wurde. Gleichzeitig wurde die
Stadelmann´sche Stiftung aufgelöst.
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