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Noch in der Nacht nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli
1944 verhaftete die geheime Staatspolizei den Karlsruher Reinhold
Frank in seiner Wohnung in der Maxaustraße (heute Ludwig-Marum-Straße).
Er gehörte zu dem Kreis der von Carl Gördeler gegründeten
Widerstandsgruppe. Frank wurde nach Berlin gebracht und dort
am 12. Januar 1945 vom Volksgerichtshof wegen Hochverrats
zum Tode verurteilt. Am 23. Januar wurde er zusammen mit neun
anderen Widerstandskämpfern gehängt.
Ein Grab mit den sterblichen Überresten des hingerichteten
gibt es nicht. Seine Asche wurde an einem unbekannten Ort
verstreut.
Anlässlich des 100. Geburtstages von einhold Frank am
23. Juli 1996 enthüllte Oberbürgermeister Gerhard
Seiler in Anwesenheit der Familie Frank sowie zahlreicher
Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf dem
Hauptfriedhof an der Rintheimer Mauer am Durchgang zu den
Kriegsopfergräbern einen von Bildhauer Gerhard Karl Gruber
gefertigten Granit-Gedenkstein mit der folgenden Inschrift:
"Aus christlichem Glauben
für Menschenwürde und Freiheit
Reinhold Frank
Geboren am 23. Juli 1896
Hingerichtet am 23. Januar 1945
In Berlin Plötzensee im Widerstand
Gegen nationalsozialistisches Unrecht."
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