NEUE INFORMATIONEN
BLEIBENDE ERINNERUNG - ORTE FÜR DIE EWIGKEIT
Unbegrenzt und unantastbar - das Grab als einmaliger Ort.
Die ursprüngliche Tradition, ein Grab als Familiengrabplatz, als "Erbgrab" ab die folgenden Generationen als bleibendenden Erinnerungsort weiter zu geben, wurde seit den 50er Jahren in Deutschland nicht mehr angeboten. Das "Grab auf Zeit" wurde zum Standard. Doch der Wunsch nach einem bleibenden, eigenen Grab, einem "Ort für die Ewigkeit, wurde immer lauter. Karlsruhe kommt dem Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nach, ein Grab, ob neu oder bestehend, für "immer", die so genannte Friedhofsdauer, einmalig kaufen zu können. Eine in Deutschland bisher einmaligen Option.
Statt für 20 Jahre, kann das Wunschgrab (oder Erd- oder Urnengrab) für 40 Jahre gekauft werden. Danach fallen keine Verlängerungskosten mehr an. Damit wird Kindern und Enkeln sowie nachkommenden Generationen eine kostenlose Nutzung der Familiengrabstätte ermöglicht. Nur die Grabpflege muss gewährleistet sein.
Ein Grab bedeutet "Bleiben über das Leben hinaus". Es ist kein Konsumgut wie andere Güter.
AKTUELL - AKTUELL - AKTUELL -AKTUELL
Trauergruppe für Kleinkinder:
Zusätzlich zu der am Hauptfriedhof langjährig bestehenden Trauerarbeit mit Kindern im Alter von 7-14 Jahren wird es ab September auch ein geleitetes Gruppenangebot für trauernde Kleinkinder im Alter von drei bi sechs Jahren geben, insbesondere nach dem Tod eines Elternteils. Zeitgleich zur bestehenden Kindertrauergruppe und der daran angeschlossenen „Selbsthilfegruppe jung verwitweter Männer und Frauen“ werden dann auch die Kleinsten Zeit und Raum für eine altersgerechte Auseinandersetzung mit dem Verlust und den durch die Trauer ausgelösten Gefühlen und Gedanken bekommen. Wir möchten den Kindern die Begegnung mit gleichaltrigen Betroffenen ermöglichen, sie nach ihren individuellen Bedürfnissen auf ihrem Trauerweg begleiten und für schwierige Alltagssituationen stärken.
Die neue Kleinkindertrauergruppe wird ehrenamtlich von Frau Gerlinde Richter und Frau Monika Koch geleitet. Sie findet künftig monatlich an einem Samstag von 9.30 – 11.00 Uhr statt, bis 12.15 Uhr wird dann noch miteinander gespielt.
Eine kostenfreie Informationsveranstaltung zur geplanten Trauerarbeit mit Kleinkindern findet am Sonntag, 19.September um 10.00 Uhr im Trauerbegleitungsraum, Emil-Frommel-Str.1b statt. Eine Anmeldung unter T: 7820933 ist erforderlich. Inhaltliche Informationen erhalten Sie ab 18.8. bei Trauerbegleiterin Barbara Kieferle-Stotz, T: 6638965.
Projekt „Freizeitgestaltung“:
Für erwachsene Trauernde jeden Alters gibt es ab September das neue „Projekt Freizeitgestaltung“. Da die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mit den im Alltag angebotenen Aktivitäten für Trauernde oft ein schwerer Schritt ist, möchte das „Projekt Freizeitgestaltung“ Betroffene ermutigen, sich je nach Freizeitinteressen (Wandern, Vorträge, Theater etc.) einen Kontakt zu einer ähnlich betroffenen Person vermitteln zu lassen. Aus der langjährigen Erfahrung mit dem „Kontaktnetz Trauer“ und den verschiedenen Trauergruppen am Hauptfriedhof sieht die Trauerbegleiterin Barbara Kieferle-Stotz dieses Projekt als eine sinnvolle Ergänzung: „Durch die Stärkung des eigenen Antriebs und das Ausprobieren auch neuer Aktivitäten unter ähnlich Betroffenen möchten wir mit dem „Projekt Freizeitgestaltung“ einen Beitrag leisten, um der oft empfundenen Isolation Trauernder entgegen zu wirken.“ Am neuen Projekt können trauernde Menschen jeden Alters teilnehmen; gerne vermitteln wir auch jung verwitweten Müttern und Vätern mit ihren Kindern einen Kontakt zu einer ähnlich betroffenen Familie, die an gemeinsamen Freizeitunternehmungen interessiert ist.
Künftig werden die ehrenamtlichen Leiterinnen des „Projektes Freizeitgestaltung“, Barbara Pollach und Erna Blust, einmal im Monat an einem Sonntag im Trauerbegleitungsraum für Interessierte da sein, ihre Freizeitinteressen erfragen und im Rahmen einer Regelung zum Datenschutz Kontakte zu ähnlich interessierten Trauernden vermitteln.
Trauergruppe für Jugendliche und junge Erwachsene:
Für trauernde Jugendliche und junge Erwachsene gibt es seit Herbst 2008 am Hauptfriedhof eine eigene kostenfreie Trauergruppe. Unter der Überschrift „Trauerrituale – ohne viele Worte“ wird den Teilnehmern im Rahmen der monatlichen Treffen Gelegenheit gegeben, ihre Gefühle und Gedanken in Form von Ritualen auszudrücken. Die Altersspanne der Teilnehmer liegt zwischen
15 und 22 Jahren. Zusätzlich zu den Treffen, in denen es um verschiedene Trauerthemen geht, werden den jungen Menschen auch besondere Angebote wie ein Kletterkurs oder ein Selbstbehauptungstraining gemacht, das jeweils von professionellen Trainern durchgeführt wird. Ein regelmäßiges Angebot ist das afrikanische Trommeln, das jeweils für eine Stunde am Ende der Trauergruppe stattfindet und den jungen Teilnehmern große Freude macht. Die Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen finanziert sich aus Spendenmitteln.
Landschaftsfeld zum Thema „Kinder- und Jugendtrauer“ geplant:
Das Thema „Kinder- und Jugendtrauer“ wird sich im Laufe der nächsten Monate auch in einem besonders gestalteten Feld auf dem Hauptfriedhof wieder finden. Trauerbegleiterin Barbara Kieferle-Stotz entwickelte eine Konzeption, um viele der Gefühle, Gedanken und Situationen trauernde junger Menschen darzustellen. Ähnlich wie im symbolischen Trauerweg im „Lebensgarten“ wird auch das geplante Feld zum Thema „Kinder- und Jugendtrauer“ anhand von Texten, Symbolen und gestalterischen Elementen die künftigen Besucher in die Erlebenswelt der Betroffenen heranführen.
Für einen in diesem Feld geplanten Kinderspielbereich, der mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden ist, werden derzeit Sponsoren gesucht, die dieses Vorhaben finanziell unterstützen möchten.
Über die genannten Projekte erhalten Sie Auskunft unter T: 663 89 65.
Karlsruhe, den 31. Juli 2010 |