„Der Weg des Lebens
ist begrenzt,
die Erinnerung
jedoch unendlich.

Die Große Friedhofskapelle

Die große Friedhofskapelle mit 120 Sitzplätzen, konzertfähiger Orgel und einer großen sie umgebenden Gruftenhalle.

Von 1874 bis 1876 fand der Bau der Friedhofskapelle mit Leichenhalle sowie der Gruftenhalle (Campo Santo) mit Grüften statt, im Stil der italienischen Renaissance gehalten. Die Pläne dazu stammen vom großherzoglichen Baurat Prof. Dr. Josef Durm. Als Vorbild für die Giebelfassade der Kapelle diente ihm das 1462 in Perugia (Mittelitalien) erbaute Kapellenkirchlein San Bernadino.

Das Portal, in reicher monumentaler Architektur entworfen, hat eine 3.6 m breite Durchfahrt und zu beiden Seiten Durchgänge für die Fußgänger. In den Gruftenhallen hängen Grabmäler, unter ihnen befinden sich 96 gewölbte Grüfte - einfache und Doppelgrüfte. Die Gruftöffnungen werden durch Backsteinmäuerchen und durch eine eiserne Tür luftdicht verschlossen.

Die Friedhofskapelle ist einschiffig und mit einem glatten Tonnengewölbe überspannt. Über dem Haupteingang befindet sich eine Empore mit Orgel. 120 Sitzplätze stehen den Besuchern zur Verfügung. Die Kapelle hat verschiedene Räumlichkeiten wie eine Sakristei, Personalzimmer und ein Zimmer für Trauernde sowie ein angegliedertes Leichenhaus mit mehreren Aufbahrungszellen, Arbeitsräumen und Kühlräumen. 1987 bis 1990 wurden diverse Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt, die sich an der Originalgestaltung orientierten.