„Der Weg des Lebens
ist begrenzt,
die Erinnerung
jedoch unendlich.

Friedhof Neureut Nord

E Leichd

Friedhof Neureut Nord

Der Ort Neureut wird urkundlich 1260 zum ersten Mal im Zusammenhang einer Neurodung und Dorfgründung des Badischen Markgrafen Rudolf I auf Eggensteiner Gemarkung erwähnt.

Auf dem heute noch erhaltenen Nordfriedhof aus dem Jahr 1865 werden keine neuen Gräber mehr angelegt. 1925 und 1959 wurde die Anlage zwar noch erweitert, aber seit der Eröffnung des Neureuter Hauptfriedhof reduzierten sich die Beisetzungen und in den 1990er Jahren fanden die letzten Bestattungen in bereits existierenden Grabanlagen statt. Zwar existiert auch hier ein kleines Aufbahrungsgebäude, aber nach alter Tradition fanden in Neureut eher Trauerzüge vom Wohnhaus des Verstorbenen zum Friedhof statt. Die „Leichd“ – die Beerdigung wurde von allen Verwandten und Nachbarn mit einer Totenwache und dem Zug unter Glockengeläut zum Friedhof gestaltet. Noch bis in die Zeit des Nationalsozialismus sangen Schüler auf dessen Weg einen Trauerchoral. Das Gelände mit seiner leicht abschüssigen Lage hin zur Alten Friedrich Straße ist parkartig gestaltet. An seinem ehemaligen Hauptweg lagen bedeutende Persönlichkeiten des Ortes, wie noch heute die Grabstätte des ehemaligen Ratschreibers Wilhelm Friedrich Baumann bezeugt.

Bereits 1980 wurden Planungen begonnen das Gelände als öffentliche Parkanlage zu nutzen und im nördlichen Eingangsbereich durch das Gartenbauamt eine kleine Platzanlage mit einem Springbrunnen geschaffen.