„Der Weg des Lebens
ist begrenzt,
die Erinnerung
jedoch unendlich.

Foto: Simone Maria Dietz
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Christian Friedrich Müller

Als Sohn des Hofbuchbinders Friedrich Müller am 10. März 1776 wurde Christian Friedrich in Karlsruhe geboren. Ab 1796 war er als Buchhändler tätig und erhielt schon ein Jahr darauf am 1. September 1797 von Markgraf Karl Friedrich von Baden-Durlach das Privileg zur Aufstellung einer Druckerpresse. Damit war er einer der ersten Deutschen Verlage, der später auch bedeutende Gesetzeswerke, wie den berühmten Code Napoleon 1809, herausgab. 1798 heiratete er die 9 Jahre ältere Dichterin Wilhelmine Maisch, Tochter des Neipperger Pfarrers Michael Maisch. Er wurde zu ihrem Verleger und veröffentlichet im Jahr 1800 in einer Sammlung ihre Gedichte und Episteln. Sie gab in seinem Verlag zwischen 1805 und 1807 auch das „Taschenbuch für edle Weiber und Mädchen“ heraus. Johann Peter Hebel soll sie als Muse der Nagold und der Enz bezeichnet haben, sie starb bereits am 12. Dezember 1807. 1800 hatte das Ehepaar seinen Wohnsitz nach Pforzheim verlegt, wo sie die seit 1794 von Karl Friedrich Macklot bestehende „Pforzheimer wöchentliche Nachrichten“ übernahmen. 1803 wurde Christian Müller zum kurfürstlich badischen Hofbuchdrucker ernannt, erhielt das Privileg zum Druck eine „Provinzialblattes“ und zog daraufhin wieder nach Karlsruhe. Dort erhielt er von den Brüdern Macklot auch das Druckprivileg für das „Carlsruher Wochenblatt“. Neben dem Karlsruher Wochenblatt gab er 1811 und 1812 auch den „Rheinischen Hausfreund“ Johann Peter Hebels heraus. 1815 wurde er zum Hofbuchhändler ernannt. Nach seinem Tod am 31. August 1821führte seine 2. Ehefrau Ernestine Müller geborene Bourginé den Verlag weiter. Später übernahmen die Söhne, erst Wilhelm, dann Carl Friedrich Theodor, den Betrieb.

Der Verlag mit dem Schwerpunkt der juristischen Fachliteratur hat heute seinen Sitz in Heidelberg.

InfoCenter: Simone Maria Dietz M.A.